Erntest du, was du säst?

Viele kennen vielleicht den Spruch: „Du erntest, was du säst.“ Er leitet sich aus der Bibel ab.

Täuscht euch nicht! Macht euch klar, dass ihr Gott nicht einfach missachten könnt, ohne die Folgen zu tragen. Denn was ein Mensch sät, wird er auch ernten.

Galater 6 / 7

Es gibt aktuell ein gutes Beispiel an der Schule, wie sich dieser Spruch auf unterschiedliche Weise im Alltag zeigen kann. Es geht um die Spendenaktion Tulpen für Brot, organisiert von unserer AG Good Samaritans.

Freude schenken mit „Tulpen für Brot“

Was wurde getan? Im November erhielten wir 2000 (!) Tulpenzwiebeln. Einige wurden als Geschenke auf unserem Weihnachtsmarkt verkauft. Und ganz viele Zwiebeln wurden von Schüler*innen an dunklen, kalten Herbst- und Wintertagen im Schulgarten gepflanzt in der Hoffnung, dass im Frühjahr geerntet werden kann. Und ja, in den letzten Wochen zeigten sich im Garten wunderschöne Blumen. Gebunden in kleinen Sträußen haben sie vielen Menschen große Freude bereitet.

Geld für ein Schulfrühstück an peruanischen Schulen

Durch den Verkauf von Tulpenzwiebeln (500 Stück bis Weihnachten) und Blumensträußen (81 über fünf Wochen) konnten wir insgesamt 645 Euro spenden. Das Geld geht an die Aktion Peruhilfe e.V. Sie finanziert in mehreren Schulen in Lima ein Schulfrühstück (Milch und Brot). Weiterhin betreut sie dort Straßenkinder. Herzlichen Dank an alle, die bei der Spendenaktion mitgemacht haben.

Säen und ernten – Thema im Unterricht

Und was denken Schüler*innen über die Bibelstelle Galater 6, Vers 7. Stimmt es, dass man erntet, was man sät? Im Religionsunterricht der Klassen 5, 7 und 8 wurde nachgefragt. Wir veröffentlichen hier einzelne Textpassagen und danken allen Schüler*innen für ihre interessanten Beiträge.

Manchmal reichen schon Kleinigkeiten, um einem anderen eine Freude zu machen und seinen Alltag dadurch ein kleines bisschen besser. Denn irgendwann geht es mir vielleicht auch schlecht und ich brauche die Hilfe anderer, dann würde ich mich auch über jede Hilfe freuen.

Wenn ich einen Sonnenblumenkern in die Erde stecke, den gieße und pflege, kommt am Ende eine schöne Sonnenblume raus oder: wenn ich sie nicht gieße und pflege, geht sie ein. In dem Sinne: ich habe eine gute Freundschaft und tue dem anderen einen Gefallen (ich habe etwas gesät), so gibt er mir den zurück (das ist das Getreide) und ich habe die Dankbarkeit zurückbekommen. Wenn ich die Freundschaft nicht pflege und sozusagen den anderen ausnutze, wenn er das irgendwann bemerkt und ist nicht mehr mein Freund, dann stehe ich mit nichts da.….

In Corona-Zeiten haben – glaube ich – viele Kinder die Schule auch mit Wut verbunden. Wenn man zum Beispiel Mathe nicht versteht oder zu viele Aufgaben bekommen hat. An manchen Tagen fordert die Schule ganz viel Zeit und Energie. Jedoch verbinde ich die Schule auch mit Freude, da ich hier echte Freunde habe. …

… Es gibt ganz viele Sprichwörter aus dem Leben, die auch diese Aussage unterstützen. Ein Sprichwort wäre „Wie es in den Wald hineinschallt, so schallt es auch wieder hinaus.“ ….mit seinem Verhalten und seinen Taten kann man ein wenig bestimmen, wie andere Menschen auf einen zugehen …

….Ich finde es auch immer toll, in den Fotoalben zu gucken, da das auch immer sehr tolle Erinnerungen sind…

Das Leben ist wie ein Feld. Man sät Samen und erntet. Man sät Liebe und erntet Liebe. Man sät Beleidigungen und erntet Beleidigungen..

… Mir sagt die Aussage, dass es wichtig ist, miteinander respektvoll umzugehen. Egal ob Freunde, Familie oder Fremde. Es fängt damit an, z.B. dem Busfahrer am Morgen „Guten Tag“ zu sagen….

… Es kommt darauf an, was man sät, wie gut die Samen sind und ob man auch genug Wasser und Sonne gegeben hat, dass es wachsen kann. Wenn ich mich um meine Freunde kümmere, für sie da bin und ihnen zuhöre, wenn sie mich brauchen, wird die Freundschaft stärker und sie sind auch für mich da….

…Man bekommt das zurück, was man sät. Und je nachdem, ob es positiv oder negativ ist, erhält man die Ernte dafür. Es ist also die Verantwortung für das eigene Handeln….