Distanzunterricht ab 11. Januar – Blick nach vorn und zurück

Der Januar beginnt für uns mit Distanzunterricht. Das Bildungsministerium hat am Donnerstag, 07.01.2021 offiziell mitgeteilt, dass der Unterricht an den Schulen im Land Sachsen-Anhalt ab dem 11. Januar 2021 als Distanzunterricht stattfindet. Davon ausgenommen sind lediglich die Schülerinnen und Schüler, der Jahrgangsstufe 10 (Abschlussklassen). Alle Infos zur Organisation des Unterrichts werden für die Schülerschaft über die Lernplattform bzw. für Eltern auf der Website im geschlossenen Bereich bereitgestellt.

Durch die Corona-Pandemie ist unsere Schulgemeinschaft in den letzten Monaten mit hoher Dynamik zu wichtigen Entscheidungen für die Absicherung des Distanzunterrichts gekommen. Damit haben wir – im zehnten Jahr seit unserer Gründung – wichtige Grundlagen für eine zukunftsfähige Schulentwicklung mit und ohne Distanz gelegt. Wir können nun auf einer modernen Lernplattform (itslearning) arbeiten, Schülernotebooks können gemietet werden und das Angebot einer einheitlichen Anwendersoftware (Microsoft Office 365 als Schullizenz) ist vorhanden.

Mit den neuen Technologien werden gewohnte Arbeits- und Lernprozesse im Unterricht verändert. Das erfordert sowohl beim Kollegium als auch bei der Schülerschaft Geduld und den Mut, Funktionen auszuprobieren und Fehler zu machen. Die Schulgemeinschaft ist hier auf einem guten Weg. Ende Januar werden wir wichtige Erfahrungen gesammelt haben. Und wir hoffen alle, dass die Corona-Inzidenzzahlen bald signifikant sinken und die Schule im Februar wieder geöffnet wird.
Verlässliche Informationsquellen zum Coronavirus / Covid-19


Hintergrund zur digitalen Lernumgebung

Erfahrungen aus dem ersten Lockdown

Mit der Schulschließung durch die Corona-Krise im Frühjahr 2020 hat unsere Schule das „Lernen auf Distanz“ über unsere eigene Website und die dort eingestellten Arbeitsaufträge umgesetzt. Dieses Vorgehen konnte uns stabil durch die schwierigen Zeiten führen. Wir haben bei Schüler*innen und im Kollegium wichtiges digitales Wissen aufbauen können (u.a. Umgang mit digitalen Dokumenten, E-Mail-Austausch etc). Im Hinblick auf die digitale Bildung an unserer Schule konnten wir folgende Erkenntnisse ableiten:

  1. Mangel an technischer Ausstattung: Durch eine Umfrage im April 2020 mussten wir feststellen, dass geschätzt ca. 1/5 unsere Schüler*innen keinen regelmäßigen Zugang zu einem Arbeitsrechner hatten. Damit konnte nicht sichergestellt werden, dass digitale Aufgaben erledigt werden können.
  2. Einschränkung bei der Bereitstellung von Unterrichtsmaterial / Kommunikation per Mail: Das Vorgehen, Arbeitsaufträge über die Website zu veröffentlichen, ist nur begrenzt anwendbar. Bei der Website fehlen Strukturen und Funktionen, Inhalte systematisch mit angemessenem Aufwand zur Verfügung zu stellen. Funktionen für Feedback sind nicht vorhanden. Weiterhin können nur ganz wenige Mitarbeiter*innen das Web-System bedienen, was z.B. bei Krankheit der Fachkraft ein großes Problem für den Schulbetrieb darstellt. Die Kommunikation per E-Mail führt schnell zu überfüllten Postfächern bei Lehrkräfte und hat bei der Organisation und Rückmeldung zu Arbeitsergebnissen klare Grenzen.
  3. Potential beim eigenständigen Lernen: In der Corona-Zeit konnte das Kollegium feststellen, dass es viele Schüler*innen gab, die gut mit zeitlich selbstbestimmtem Arbeiten zurechtgekommen sind und es Potential im eigenständigen Lernen gibt.

Beschlüsse auf der Gesamtkonferenz und Umsetzung

Mit unserem Konzept zur digitalen Bildung als Grundlage und den Erfahrungen aus der Corona-Zeit wurden auf der Gesamtkonferenz im Juni 2020 die folgenden Beschlüsse gefasst.

  1. Beschluss – Angemessene technische Ausstattung zu Hause ermöglichen
    Der Schulträger soll ab dem Schuljahr 2020 /2021 die Möglichkeit anbieten, dass Schüler*innen ein Notebook kostengünstig privat mieten können (bzw. deren Eltern).
    Status – umgesetzt: Das Angebot von Mietnotebooks wurde Anfang September 2020 Schüler*innen und Eltern vorgestellt. Die Mietnotebooks für das Schuljahr 2020/2021 wurden Anfang November 2020 den Schüler*innen ausgeliefert.
  2. Beschluss – Eine Lernplattform zur Absicherung des Unterrichts (auf Distanz) bereitstellen
    itslearning“ soll als Lernplattformen ab dem Schuljahr 2020/2021 genutzt werden.
    Status – umgesetzt: „itslearning“ wurde Ende August 2020 im Schulbetrieb eingeführt.
  3. Digitales Arbeiten durch einheitliche Software erleichtern
    Die Beschaffung der Software Microsoft Office 365 als Schullizenz soll durch die Geschäftsführung geprüft werden.
    Status – umgesetzt: Das Angebot zur Miete der Software Microsoft Office 365 besteht seit November 2020. Die Software ist auf den Mietnotebooks bereits installiert und kann für private Geräte gemietet werden.